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Weihnachtsbäume und Tannenbaumschlagen in Hamburg

Weihnachtsbäume

Alte Knollen und altes Obst

 

Eckart Brandt verkauft jetzt auf dem Wochenmarkt

 

Altkloster (bv). Der streitbare Obstbauer, Autor und Pomologe Eckart Brandt aus Großenwörden verkauft die Produkte unter anderem aus dem Boomgarden-Projekt jetzt in Altkloster: Ab morgen steht der Retter alter Obstsorten sonnabends und dienstags auf dem Wochenmarkt in Altkloster; in Kürze wird‘s auch einen Internet-Shop für die Spezialitäten geben. Mit seinem Boomgarden-Verein setzt sich Eckart Brandt für die „Erhaltung regionaltypischer Obst-, Kartoffel- und Gemüse-Sorten ein.“ Unter anderem Bergamotte-Birnen, Filippa-Äpfel, alte Kartoffel-Sorten sowie Marmelade und Eingemachtes locken.

Gemeinsam mit seiner Mitstreiterin und Vize-Vorsitzenden Ulrike Cohrs vom Wilkenshoff in Ochtmannsbruch will Brandt auf dem Schafmarktplatz alte Obst- und Kartoffelsorten verkaufen – frisch oder weiterverarbeitet. „Wir sind keine Konkurrenz, sondern eine Bereicherung des Wochenmarkts in Altkloster. Denn mit unseren Öko-Produkten können wir preislich gar nicht mit den übrigen Anbietern mithalten“, sagt Brandt und betont: „Um die alten Sorten für die Nachwelt zu erhalten, streben wir eine stärkere Vermarktung unserer Erzeugnisse an.“ Brandt & Co. stehen jeweils sonnabends von 7 bis 13 Uhr und dienstags von 8 bis 13 auf dem Schafmarkt.

Die alten Obst- und Kartoffelsorten hätten einen unverwechselbaren Geschmack; diese historischen Schätze müssten erhalten werden. Und so wird‘s auf dem Wochenmarkt in Altkloster unter anderem neben dem Reichskanzler auch Bamberger Hörnchen geben. „Diese Kartoffelsorte ist vielen Verbrauchern lediglich aus der Show ‚Wer wird Millionär?‘ bekannt“, bedauert Eckart Brandt; viele müssten das „Schmecken wieder lernen“ und die „außergewöhnliche Sortenvielfalt „jenseits des Einheitsbreis in den deutschen Supermärkten entdecken.“

Auf dem Wilkenshoff in Ochtmannsbruch bei Hollenstedt hat Brandt bereits seinen „Boomgarden“ umgesiedelt, seit April 2004 gibt‘s den Verein (das TAGEBLATT berichtete mehrfach). Auf dem Bio-Hof seiner Mitstreiterin Ulrike Cohrs – sie kooperiert auch mit dem Lüneburger Landgarten am Kiekeberg-Museum – hat das Projekt unter anderem auf einer rund zwei Hektar großen Wiese einen festen Platz bekommen. Gleichwohl ist „Loewels Baumgarten“ – eine Sammlung von 46 Apfelsorten – lediglich einer von vielen Mosaiksteinen, der Beginn eines größeren Vorhabens. Alte Zwetschen-, Birnen- und Kirschsorten wurden und werden ebenfalls in Ochtmannsbruch gepflanzt. „Gerade die alten Kirsch-sorten sind stark bedroht“, so Obstbauer Brandt auf dem letzten Kirschmarkt (siehe Foto) in Jork.

 

Erschienen:

Altländer Tageblat, 19. August 2005